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Bolivien

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Mit einer Gesamtfläche von 1.098.581 km2 ist Bolivien etwa dreimal so groß wie Deutschland, zählt aber nur ca. 10 Millionen Einwohner.

Bolivien ist das ärmste Land Südamerikas. Über 40% der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze und verfügen täglich lediglich über max. zwei Euro. Auf dem Land sind sogar mehr als 80% von der Armut betroffen. Dies veranlasst viele Menschen dazu, in die Stadt abzuwandern in der Hoffnung, dort Arbeit zu finden. Die Städte aber sind der Belastung einer solchen Bevölkerungsexplosion nicht gewachsen. So kommt es, dass viele Menschen unter primitiven Bedingungen leben. Das staatliche Fürsorge- und Gesundheitssystem ist nur unzureichend ausgebildet und die Sicherung durch soziale Leistungen kommt lediglich einem kleinen Prozentsatz der Bevölkerung zugute.

Allein in La Paz, dem Regierungssitz Boliviens, und El Alto leben über 1,8 Millionen Menschen. Die Stadt El Alto ist das frühere Armenviertel von La Paz; durch die starke Zuwanderung hat sie sich inzwischen jedoch zu einer eigenständigen Stadt entwickelt.

El Alto liegt auf einer Hochebene von über 4000 m. Das Stadtzentrum von La Paz liegt in einem Tal; ein Häusermeer zieht sich über Höhenlagen von 3100 bis zu 4100 Metern. Die Wohnviertel weisen eine deutliche Übereinstimmung zwischen Höhenlage und sozialem Status auf: Je höher die Lage, desto ärmer die Bewohner und umgekehrt. Die extreme Höhenlage von La Paz und El Alto lässt trotz der relativen Nähe zum Äquator die Nachttemperaturen das ganze Jahr hindurch fast bis an die Null-Grad-Grenze sinken, mit der Folge, dass verhältnismäßig wenige Menschen ausschließlich auf der Straße leben. Für diese sind oft Klebstoffschnüffeln und Alkohol die einzige Möglichkeit, den Hunger zu vertreiben und die kalten Nächte in La Paz einigermaßen gut zu überstehen.

Über 60% der Bevölkerung in beiden Städten sind im informellen Sektor tätig und somit vom Arbeitsmarkt nicht offiziell erfasst. Sie arbeiten als Straßenverkäufer, Autowäscher, Straßensänger, Schuhputzer oder Ähnliches. Die Arbeitsbedingungen sind oft schlecht, werden aber akzeptiert, weil Alternativen fehlen und die Menschen das Geld zum Überleben benötigen. In vielen Fällen müssen auch Kinder schon früh zum Lebensunterhalt der Familie beitragen.

Links zu Bolivien

Allgemeine Hinweise des Auswärtigen Amtes zu Bolivien und u. a. spezielle Hinweise zur medizinischen Vorsorge und zur Sicherheit

Hinweise zu Bolivien und zu konsularischen Fragen
Bolivianische Botschaft in Deutschland

Landeskundliche Informationsseite, Länderinformationsportal (LIPortal) zusammengestellt von der Akademie für Internationale Zusammenarbeit (AIZ) der GIZ GmbH

 

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