Bei einem Monatseinkommen von 60 bis 70 Euro, von dem die gesamten Lebenshaltungskosten zu bestreiten sind, fällt es schwer, über den Tag hinaus Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln, die bei der Konfrontation mit der Wirklichkeit auch Bestand haben können. Sparen ist in diesem Zusammenhang nicht eine Verhaltensweise, die bei den Schuhputzern besonders ausgeprägt ist. Dies vor allem dann, wenn Jugendliche auf Grund des Schulbesuchs nicht ganztägig Schuhe putzen können und so einen noch geringeren Tagesverdienst zur Verfügung haben. Und trotzdem lässt sich auch bei geringem Einkommen eine Disziplin des Geldausgebens erlernen – mit der positiven Wirkung, dass hier und da auch von dem Wenigen etwas übrig bleibt, welches angespart, mit der Zeit die Möglichkeit eröffnet, sich Wünsche zu erfüllen, die zuvor eigentlich nicht erreichbar schienen.
Weil die Schuhputzer häufig auf Grund ihrer fehlenden Papiere, aber auch wegen der nur kleinen Beträge bei keiner Bank selbst ein Konto eröffnen können, bietet VAMOS JUNTOS ihnen so etwas wie eine mobile Bank an. Zusammen mit den Freiwilligen sparen sie soviel sie erübrigen können. Über das eingezahlte Geld wird in jedem einzelnen Fall Buch geführt.






